Heute geht es um das Thema „Rhythmus lernen“ oder Talent haben?
Diese Folde ist ein Intro zum kleinen Rhythmus Workshop Saxophon. Weitere Folgen kommen in den nächsten paar Tagen dazu.

Sooo, Bevor ich jetzt gleich zum eigentlichen Thema des Videos komme möchte ich mich erst mal bei euch allen bedanken. Danke, dass ihr bei meiner kleinen Umfrage mitgemacht habt.
Es ging ja um das Thema Rhythmik. Ich hatte euch gefragt: Was sind eure größten Rhythmus Baustellen, was wollt ihr unbedingt lernen in so einem Rhythmus Kurs.
Ich dachte eigentlich, da machen nur ein paar Leute mit und nehmen sich die Zeit. Es haben bis jetzt aber schon über 180 Saxophonisten teilgenommen. Und es ist oft sehr interessant, was ihr geschrieben habt. Ich hab natürlich die meisten Themen im Kurs, aber es gab tatsächlich so ein paar Antworten, die haben mich überrascht. Und ich werde auf jeden Fall ein paar Themen noch mit in den Kurs bringen…

So, und jetzt zum eigentlichen Thema des Videos. Wir machen in diesem und in den nächsten paar Folgen einen kleinen Rhythmus Workshop. Ich zeig euch ein paar wichtige Rhythmus Basics, die man immer gebrauchen kann, und ihr bekommt natürlich auch ein paar Übungen dazu…Mal sehen, ob da was für euch dabei ist.

Vielleicht kennst du das: Du übst an einem Takt mit viel Rhythmik, du spielst die schwere Stelle 20, 30 Mal. Und jedes Mal an derselben Stelle haut es dich wieder raus. Immer dieselbe Stelle. Ahrrrr! Da kriegt man irgendwann richtig Wut.
Du warst lange geduldig und immer schön brav….aber jetzt langts echt. “Ich könnte das Sax gerade in die Ecke schmeißen….Ahrrrr!” Diese schei…Rhythmik.
Das sind wahrscheinlich deine größten Baustellen: Du verlierst die 1, weißt nicht mehr wo du bist. Du kannst keine Pausen durchzählen, Offbeats schon gar nicht, Oh Je!

Du denkst manchmal selber von dir: “Ich bin blöd”. Ich kann sonst eigentlich alles, aber die Rhythmik ist mir ein Rätsel. Mir fehlt das Rhythmus-Gen? Rhythmus Doofie? Das macht dich verrückt.
Nach dem 100sten Mal Wiederholen klappts immer noch nicht. Da kriegt man die Krise!
Und peinlich, wenn man mit anderen in einer Band spielt, und man kapierts einfach nicht. Man hat immer das Gefühl, man bremst alle anderen nur aus…

Vielleicht gehts dir ja auch so…
Und weißt du was? Du bist nicht der Einzige, dem es so geht!

Ich kenne das zum Beispiel auch. Bei mir war das auch mal so.
Du denkst jetzt vielleicht: “Ja klar, der kann das ja. Der hat ja Talent, der macht das ganz intuitiv…” Schnipp Schnipp.. und schon läufts…DAS IST SOOO EIN QUATSCH!
Das hat überhaupt gar nix mit Talent zu tun. Da gibt es kein Rhythmus-Gen was man haben muss, oder irgendein extra Rhythmus-Gehirn, das gleichzeitig spielen und zählen kann…
Wir haben damals mit unserer ersten Band immer probiert so Jazzrock und Fusion nachzuspielen. Brecker Brothers, Spyro Gyra, David Sanborn und so was…

Unsere Band war so gut zusammen eingespielt: Wir haben zwar alle die gleiche Rhythmik gespielt, aber alle irgendwie falsch.
Das ging dann so lange gut, bis zur ersten Demo-Aufnahme. Das war dann quasi die Stunde der Wahrheit oder auch Die Stunde des Grauens!
Da habe ich dann das erste mal gemerkt, dass sich das bei Michael Brecker irgendwie anders anhört…mmmmh…besser!

Also hab ich mir das Metronom HIER besorgt: Das uralte Ding, mein liebster Feind. Und hab mich hingesetzt und Viertel, Achtel und Sechzehntel geübt. Erst mit Tonleitern und Etüden und später auch mit ganzen Passagen aus Liedern. Hab mich immer wieder aufgenommen und versucht alles viel genauer zu spielen:

Genau die Finger bewegen, genauer mit der Zunge anstoßen, Genauer auf den Punkt spielen, genauer Atmen..

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Hm...warum eigentlich nicht?